Ermittler: Angriff im Cockpit als Terrorakt gewertet

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate werten den Angriff eines Flydubai-Copiloten auf den Kapitän einer Passagiermaschine als versuchten Terrorakt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Abu Dhabi soll der Co-Pilot mit einer Notfall-Axt beziehungsweise einem Messer den Piloten attackiert und versucht haben, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen. Das Flugzeug war auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv unterwegs. Zu dem Motiv der Tat dauern die Ermittlungen an. [1] [2]

Passagiere überwältigen Verdächtigen, Maschine landet in Saudi-Arabien

An Bord befanden sich 174 überwiegend israelische Passagiere. Nach den Berichten konnten mehrere Reisende den Angreifer überwältigen. Weitere Besatzungsmitglieder übernahmen anschließend die Steuerung, sodass die Maschine sicher in Tabuk in Saudi-Arabien notlanden konnte. Über Verletzungen des Piloten wurde berichtet; zugleich teilten die Ermittler mit, dass weitere Details zum Ablauf zunächst nicht öffentlich seien. [1] [3]

Politische Einordnung und laufende Ermittlungen

Die israelische Regierung sprach früh von einem versuchten Terroranschlag. Auch aus Emiraten wurde der Vorfall später als versuchter Terrorakt eingeordnet. Die Ermittlungen laufen weiter. In den DLF-Berichten wurde zudem erwähnt, dass der aus dem Oman stammende Co-Pilot früher bereits mit Sicherheitsbedenken bei einer anderen Fluggesellschaft in Verbindung gebracht worden sein soll; das ist jedoch bislang nur als Medienbericht geschildert und nicht abschließend bestätigt. [4] [1]